ReiseberichteIslandAuf den Spuren des Polarfuchses (2009)

Auf den Spuren des Polarfuchses (2009) - Seite 18

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Auf den Spuren des Polarfuchses (2009)
Donnerstag, 25.Juni: Flug nach Reykjavík
Freitag, 26.Juni: Reykjavík - Ísafjörður
Samstag, 27.Juni: Hrafnfjörður - Skorarvatn - Drangajökull
Sonntag, 28.Juni: Skorarvatn - Bolungarvík
Montag, 29.Juni: Bolungarvík - Smiðjuvík
Dienstag, 30.Juni: Smiðjuvík - Látravík
Mittwoch, 1.Juli: Hornbjarg
Donnerstag, 2.Juli: Látravík - Hornvík
Freitag, 3.Juli: Hornvík - Hlöðuvík
Samstag, 4.Juli / Sonntag, 5.Juli: Hlöðuvík - Fljótsvatn
Sonntag, 5.Juli: Fljótsvatn
Montag, 6.Juli: Fljótsvatn - Hesteyri
Dienstag, 7.Juli: Hesteyri - Ísafjörður
Mittwoch, 8.Juli: Ísafjörður - Reykjavík
Donnerstag, 9.Juli: Reykjavík - München
Epilog
Informationen zu Hornstrandir
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Informationen zu Hornstrandir

 

Hornstrandir ist der nördlichste Zipfel der Westfjorde, abgetrennt durch eine schmale, knapp sechs Kilometer breite Landbrücke zwischen Hrafnfjörður und Furufjörður. Die Landschaft ist durch tief eingeschnittene Fjorde und Buchten gekennzeichnet, die die Küste stark zerklüften. Im Innern der Fjorde findet man saftige Niederungen, die aber unvermittelt in steil aufragende Berge übergehen.

Hornstrandir zählt geologisch zu den ältesten Teilen Islands, es gibt hier keinen Vulkanismus und keine Thermalquellen. Die Hauptgesteinsart ist dunkler Basalt. Die Berge und Hochebenen sind steinig und vegetationsarm, oft aber ohne jeden Bewuchs.

Bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war Hornstrandir stellenweise recht dicht besiedelt (z.B. Hesteyri), aber als der Hering, die Lebensgrundlage der Fischer, ausblieb, wanderten nach und nach alle ab. Verlassene und verfallene Gehöfte und kleine Friedhöfe mit völlig überwucherten Gräbern sind stumme Zeugen aus jenen Tagen.

Wer auf Hornstrandir wandern will, hat zwei Möglichkeiten. Entweder lässt man sich mit dem Boot nach Hesteyri oder Látravik fahren und unternimmt von dort aus Tageswanderungen mit leichtem Gepäck. An den genannten Orten sind einfache Unterkünfte vorhanden, man sollte sich aber auf jeden Fall voranmelden. Oder man packt alles, was man zum Leben braucht, in seinen Rucksack und begibt sich auf Schusters Rappen in die wilde Landschaft. Für mich die authentischere Art, dieses urwüchsige Land zu erleben. Man sollte aber bedenken, dass es unterwegs keine Möglichkeit gibt, seine Vorräte aufzufüllen (außer einem Bier vielleicht). In Notfällen ist man auf sich allein gestellt, Mobilfunkempfang ist eingeschränkt nur an wenigen Punkten möglich. Man kann sich, gerade südlich von Látravik, auch nicht darauf verlassen, unterwegs Menschen zu treffen. Gründliche Vorbereitung, eine einigermaßen gute Kondition und die Fähigkeit, im Notfall improvisieren zu können, sind in dem oft weglosen Gelände unerlässlich.

 

© Copyright by Hartmut Schlichter

 

Die Garmin-kompatiblen GPS-Daten können hier heruntergeladen werden.

 

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29. Dezember 2014 um 11:31 Uhr

 
Kommentare (4)
4Montag, den 24. Oktober 2016 um 09:45 Uhr
Ute
Hallo,
vielen Dank für den ausführlichen Tourenbericht. Er hat uns sehr geholfen, unsere diesjährige Trekkingtour auf Hornstrandir zu planen.
Allerdings sind wir von Hornvik in den Veidileysufjördur abgebogen.
liebe Grüße
Ute
3Samstag, den 30. März 2013 um 09:52 Uhr
Hartmut
Hallo Jobo,

die Bemerkung mit den Hunden bezieht sich selbstredend nicht auf ganz Island, sondern auf Hornstrandir. Dort gibt es keine ständigen Bewohner (mehr), und das Fehlen von Hunden würde auch aus Naturschutzgründen Sinn machen. Ich glaube, das mal irgendwo gelesen zu haben, kann aber die Quelle nicht mehr belegen.

Wenn es Dich interessiert, kannst Du Dir auch meinen bebilderten Bericht über unser Laugavegur-Trekking im letzten Jahr anschauen (www.gallery.quivertree.de).

Kamtschatka steht auch auf meiner Wunschliste ziemlich weit oben. Sollte meine Planung diesbezüglich konkret werden, denke ich an Dich. In diesem Sommer geht es erst mal auf Trekkingtour in den Sarek in Nordschweden. Dann gibt es auch wieder einen Bericht. Und wir sehen uns wahrscheinlich Anfang Juni.

Ostergrüße aus dem (momentan) schneefreien Alpenvorland.

Hartmut
2Freitag, den 29. März 2013 um 21:56 Uhr
Jobo
Hi Hartmut, jetzt als Ruheständler habe ich endlich Zeit, diese tollen Berichte ausführlich zu lesen. Und ich muss dir unumwunden mein Kompliment aussprechen. Andere legen sowas als Buch auf. Besonders Island hat es mir ja angetan. Die Polarfuchs-Story ist wunderbar.
Nur, wie kommst du darauf dass es in Island keine Hunde geben sollte? Aus Island kommt der älteste züchterisch seit 1000 Jahre unveränderte und damit "urtümlichste" Rassenhund. Schau auf meine HP vorbei...
Falls du mal eine Kamtschatka-Reise planst, melde dich doch mal.
Viele Ostergrüße aus dem verdammt verschneiten Erzgebirge
Jobo
1Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 12:48 Uhr
Micha
Hallo Hartmut, nachdem ich jeden Tag mit Spannung auf die Fortsetzung des Reiseberichtes samt der Bilder warte, will ich endlich einmal ein dickes Lob über die Qualität abschicken! Die Fotos sind wirklich einsame Spitze...und durch die Texte erinnere ich mich an manche schon vergessene Begebenheiten. Warte auf die Fortsetzung... Viele Grüße auch an Evi und euch beiden herzlichen Glückwunsch zur zweiten Großelternschaft! Micha, Kathleen, Leo und Nele

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