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Namibia - Die Faszination der Leere (2001)

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Namibia - Die Faszination der Leere (2001)
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Namibia - Die Faszination der Leere

Eindrücke einer Namibia-Reise

von Hartmut Schlichter

 

Gott sei Dank. Langsam schiebt sich eine kleine weiße Wolke vor die an einen makellos blauen Himmel geheftete Sonne. Unbarmherzig sendet sie, am Wendekreis des Steinbocks fast senkrecht über uns stehend, ihre Strahlen auf uns herab. Solch ein Wetter wünschten wir uns manchmal nach einem langen mitteleuropäischen Winter, wenn die Natur sich noch im Halbschlaf räkelt und uns nach Licht dürstet. Hier im südlichen Afrika kann die erbarmungslose Sonne leicht zur tödlichen Bedrohung werden, wenn man sich nicht vor ihr und den Gefahren der Wüste zu schützen weiß. Die kleine Wolke verspricht zumindest für ein paar Minuten Linderung von der flirrenden Hitze.

Wir sind seit gut zwei Wochen unterwegs in Namibia, einem der trockensten Länder unseres Planeten. Dass dieser ein blauer sein soll, mag man angesichts der bizarren Urlandschaft, die uns umgibt, nicht so recht glauben. Namibia besteht fast vollständig aus Wüste und Halbwüste. Allein die trockenen Zahlen, mit denen der Mensch ein Land begreiflich und messbar zu machen sucht, sind beeindruckend. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Landes beträgt etwa 1500 km, die Ost-West-Ausdehnung zwischen 600 km im Süden und 1100 km im Norden. Mit 824000 km² Landesfläche ist Namibia etwa doppelt so groß wie Deutschland, trotzdem leben dort nur 1,8 Millionen Menschen, ca. 2,2 Menschen pro km². Damit zählt Namibia zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde.

Trotzdem vermitteln solch spröde Zahlen nur einen schwachen Eindruck vom Land. Oft wird Namibia die „herbe Schönheit Afrikas“ genannt. Die unendliche Weite und Einsamkeit des Landes, die klaren, schnörkellosen Formen der archaischen Landschaften, die intensiven Farben der rostroten Dünen von Sossusvlei, der warmbraunen Naukluft-Berge oder des gleißend gelben Kalahari-Sandes sind der besondere Reiz Namibias. Wer einsame Landschaften sucht, wer die Wüste trotz aller Gefahren ihrer schlichten, klaren Formen wegen liebt, der wird in Namibia seinen Garten Eden finden. Die meisten Menschen werden damit wohl etwas anderes assoziieren.

 




Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. Februar 2011 um 22:01 Uhr

 

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